Figaro, der Diener des Grafen Almaviva, steht kurz vor der Hochzeit mit Susanne, der Zofe der Gräfin. Der Graf, der bei seiner Eheschließung auf das Recht der ersten Nacht verzichtet hatte, will es nun bei Susanne heimlich zurückkaufen und bittet sie zu einem Rendezvous. Figaro will diesen Plan durchkreuzen und spinnt mit Hilfe von Susanne und der Gräfin, die die Untreue ihres Mannes rächen will, eine Intrige. Dass auch Marceline ein Recht auf Figaro geltend machen will, kommt dem Grafen gerade recht, will er doch um jeden Preis die Heirat seines Dieners verhindern. In einer Gerichtsverhandlung stellt sich jedoch heraus, dass diese Figaros Mutter ist. Noch gibt sich der Graf nicht geschlagen, hat ihm doch Susanne das Rendezvous im nächtlichen Park gewährt. Aber nicht sie, sondern die Gräfin erscheint dort - in Susannes Kleidern, und deckt so die Untreue ihres Mannes auf. Nach einer Reihe von Verwechslungen und Missverständnissen, zu denen nicht zuletzt der kleine Page Cherubin beiträgt, fleht der beschämte und reumütige Graf um Vergebung.
Diese turbulente, von Verwechslungen, Versteck- und Verwirrspielen gespickte Komödie wurde von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais geschrieben, diente später Lorenzo da Ponte als Vorlage für dessen Libretto zu Die Hochzeit des Figaro und ist somit der Beitrag der Josefstadt zum Mozartjahr 2006.