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Kammerspiele der Josefstadt

Schon wieder Sonntag

von Bob Larbey

Übersetzung von Ursula Lyn

ca. 2 Stunden, 25 Minuten, eine Pause

Premiere:
26.03.2015


Besetzung

Cooper
Otto Schenk
Aylott
Harald Serafin
Wilson, Krankenschwester
Hilde Dalik
Julia, Coopers Tochter
Alexandra Krismer
Peter, Julias Mann
Oliver Huether
Mrs. Baker
Susanna Wiegand

Stab

Regie
Helmuth Lohner
Bühnenbild und Kostüme
Amra Bergman-Buchbinder
Dramaturgie
Cinja Kahl
Licht
Manfred Grohs
Regieassistenz
Ines Ganzberger

Deutsch von Ursula Lyn und Ayla Albert

Cooper und sein Freund Aylott leben im Altersheim. Während Cooper seiner körperlichen Hinfälligkeit mit sarkastischem Witz begegnet, beobachtet der sensible Aylott die unterschiedlichen Erscheinungen des Alters mit ängstlichem Staunen. Man vertreibt sich die Zeit mit Schachpartien, kleinen Flirts mit der hübschen Krankenschwester Wilson und Streitgesprächen mit der resoluten Reinigungskraft.
Jeden ersten Sonntag im Monat erscheint Coopers Tochter Julia mit ihrem Ehemann zum pflichtgemäßen Höflichkeitsbesuch. Alles scheint wie immer und doch verändert sich etwas.

Seit seiner Uraufführung im Jahre 1985 hat Schon wieder Sonntag bereits 40 Premieren erlebt. Im Theater in der Josefstadt feierte das Stück seine Premiere 1995 mit Helmuth Lohner in der Rolle des Cooper.
Anlässlich seines 85. Geburtstags schlüpft nun Otto Schenk in den Kammerspielen der Josefstadt in diese Rolle, während sein langjähriger Weggefährte Helmuth Lohner ans Regiepult wechselt.

COOPER Die Panzer werden bald anrollen. Jetzt sind sie in der Küche, werden geladen für die erste Offensive des Tages. Treibstoff an Bord – Tee, Kaffee, Orangensaft. Munition an Bord – Porridge, Cornflakes, Eier, Schinken, Toast. Die Besatzung steht bereit, geschniegelt und gebügelt. Dann ein Signal vom Divisionskommandeur, Mrs. Simmons, und sie rumpeln hinaus in die Korridore, bahnen sich mit Geklirr und Geklapper ihren Weg durch die morgendliche Stille. Es gibt kaum Widerstand. Hier und da ein erboster Schrei: "Ich will kein Frühstück!" Völlig nutzlos – das Frühstück wird auf jeden Fall hingestellt. Letzten Sommer haben wir ein Fluchtkomitee gegründet, Aylott und ich. Die Idee war, in der Küche eine riesige Porridgeexplosion zu verursachen, so dass wir uns beide, als Nonnen verkleidet, in die Schweiz absetzen könnten.
(Auszug aus Schon wieder Sonntag)


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