Erich Kästner hat 1934 den Roman Drei Männer im Schnee verfaßt, den er in der Schweiz erscheinen lassen mußte, da er von der Reichsschrifttumskammer mit Publikationsverbot belegt worden war; 1936 dramatisierte er ihn unter dem Pseudonym Robert Neuner. "Das lebenslängliche Kind" wurde 1940 an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt und von vielen deutschen Bühnen gespielt, bis es mitten im Erfolg verboten wurde, nachdem ein Journalist Kästner enttarnt hatte.... Bis heute hat das Stück nichts von seinem liebenswürdigen Humor eingebüßt. Nach Anton Edthofer, Ernst Waldbrunn und Franz Stoß, verkörpert nun in den Kammerspielen Fritz Muliar die Rolle des skurrilen Millionärs.
Konsul Springvogel (Fritz Muliar) hat sich aus Jux an einem Preisausschreiben seines eigenen Konzerns beteiligt und als zweiten Preis einen Wintersportaufenthalt in den Bergen gewonnen. Der millionenschwere Springvogel reist inkognito als Herr Müller, weil er einmal erleben möchte, wie es einem armen Schlucker in einem Grand Hotel ergeht. Obschon von Springvogels besorgter Tochter vorgewarnt, empfängt der Hoteldirektor (Kurt Heintel) den Falschen als Millionär, den tatsächlich mittellosen Gewinner des ersten Preises nämlich, und löst damit eine ganze Kette zwerchfellerschütternder Mißverständnisse aus, die im Hinauswurf Springvogels aus dem Hotel gipfeln. Doch der weiß sich zu rächen...