Theater in der Josefstadt

Forever Young

Uraufführung

von Franz Wittenbrink

ca. 2 Stunden, 15 Minuten, eine Pause

Premiere:
31.01.2013


Besetzung

mit
Ruth Brauer-Kvam
Sona MacDonald
Eva Mayer
Albert Rueprecht
Otto Schenk
Gideon Singer
Toni Slama
Kurt Sobotka

Stab

Regie
Franz Wittenbrink
Musikalische Leitung
Franz Wittenbrink
Musikalische Leitung
Christian Frank
Bühnenbild
Miriam Busch
Kostüme
Nini von Selzam
Liedtexte
Peter Ahorner
Dramaturgie
Katharina Schuster
Licht
Manfred Grohs
Regieassistenz
Anna-Sophie von Gayl
Klavier
Franz Wittenbrink
altern. Klavier
Christian Frank
Cello, Backgroundgesang
dee Linde
Reeds, Harp, Percussion
Herb Berger
altern. Reeds, Harp, Percussion
Ilse Riedler
Video
FOREVER YOUNG
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Fünf durchaus hochbetagte Herren im Cafehaus, den letzten Lebensabschnitt vor Augen, werden noch einmal durcheinandergewirbelt durch den Anblick schöner junger Frauen. Der Verstand schwindet, das Begehren schlägt Kapriolen, eine wundersame Verjüngung setzt ein. Das geht nicht nur dem alten Kellner so, oder dem aus dem Altenheim entlaufenen Rollator Schieber, der noch einmal ungeahnte Gefühlswallungen durchlebt. Wir kennen dieses Phänomen auch aus der Literatur: der alternde Heinrich Heine mit seinen Liebesseufzern, oder der Geheimrat Goethe, der sich, 74-jährig, noch einmal unsterblich in die 19-jährige Ulrike von Levetzow verliebt. Ein Abend voller Leidenschaften, Turbulenzen und Melancholie zwischen Bar und Bahre. Und, wie immer bei Franz Wittenbrink, sie alle singen sich ihre Gefühle von der Seele. Liebe und Tod feiern ein merkwürdig überdrehtes und anrührendes Fest.

Heinrich Heine hat diesen Zustand in einem Gedicht aus dem Zyklus "Romanzero" auf den Punkt gebracht: Noch einmal, eh mein Lebenslicht erlöschet, eh mein Herze bricht – noch einmal möcht ich vor dem Sterben um Frauenhuld beseligt werben.


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