Theater in der Josefstadt

Mein Nestroy

Uraufführung

von Peter Turrini

Premiere:
14.09.2006


Besetzung

Johann Nepomuk Nestroy
Karl Markovics
Marie Weiler, seine Lebensgefährtin
Sandra Cervik
Carl Carl, Theaterdirektor
Andreas Wimberger
Wenzel Scholz, Schauspieler am Carl-Theater
Martin Zauner
Wilhelmine Nespiesny, Nestroys Ehefrau
Katharina Pichler
Wendelin Edel, Dramaturg am Carl-Theater
Manuel Witting
Franz Witsch, genannt Stoppl, Hausknecht am Carl-Theater
Alexander Grill
Kaminsky, ein Zwerg
Willibald Maierhofer
Augustinus Fitl, Theaterdiener am Nationaltheater
Wolf-Dietrich Sprenger
André Pohl (ab 28.01.2007)
Trenkwitz, Theaterpolizist
Peter Scholz
Tieffenbach, Theaterpolizist
Josef Bilous
Josephine Reznicek, eine Hungernde
Elfriede Schüsseleder / Therese Lohner
Eine Elevin
Eva Mayer
Adolf Müller, Komponist am Carl-Theater
Bernhard van Ham / Michael Schnell
Erste Tiroler Athletin
Nina Hartmann
Zweite Tiroler Athletin
Susanna Wiegand
Karli Klischnigg, Affendarsteller/Artist
Walter Holecek
Ein Fotograf
Matthias Croy

Stab

Regie
Herbert Föttinger
Bühnenbild und Kostüme
Rolf Langenfass
Musik
Michael Rüggeberg
Dramaturgie
Ulrike Zemme
Licht
Emmerich Steigberger
Regieassistenz
Tamara Hattler
Musikalische Leitung
Michael Schnell
Musikalische Leitung
Bernhard van Ham
Ton
Michael Huemer
Ton
Sylvia Matiz
Ton
Hans Peter Stubenrauch
Klavier, Akkordeon
Bernhard van Ham
altern. Klavier, Akkordeon
Michael Schnell
Klarinette, Saxophon
Sabine Zwick
altern. Klarinette, Saxophon
Harald Haslinger
Trompete, Flügelhorn
Josef Hofbauer
altern. Trompete, Flügelhorn
Harald Stahara
Posaune, Kontrabaß
Renate Slepicka
altern. Posaune, Kontrabaß
Bernhard Rainer

Mein Nestroy ist Peter Turrinis zweite literarische Annäherung an den Schauspieler und Stückeschreiber Johann Nestroy. Das neue Stück, geschrieben für die Josefstadt, erzählt von der Beziehung der beiden Theatermenschen Marie Weiler und Johann Nestroy, von der Nähe und den Entfernungen der beiden, den Versöhnungen und Verzweiflungen und von der Notwendigkeit des allabendlichen Spielens.

Tagsüber probten sie, und fast jeden Abend standen sie gemeinsam auf der Bühne. Wie sieht eine Beziehung von zwei Theatermenschen, die ohne Zweifel von Hass und Liebe, von Annäherung und Abweisung geprägt war, unter den Bedingungen des gemeinsamen Arbeitens aus?
"Eine Komödie oder eine Tragödie? Es wird wohl so sein, wie es seit 40 Jahren mit meinen Stücken ist: beides zugleich, Komödie und Tragödie."
(Peter Turrini)

"Zwischen dem Menschen und seinem Glück hat das Leben eine Unzahl von Barrikaden errichtet. Ich bin ein Narr, ein gefangener Narr, der allabendlich an den Gitterstäben seines Gefängnisses rüttelt. Ich rüttle, und die Leut' lachen. Ich schrei meine Verzweiflung zwischen die Gitterstäb' hinaus, und die lachen noch mehr. Das Publikum is' mein Kerkermeister, die Lacher sind meine Bewacher, der Jubel is' mein Urteil, ich bin zu lebenslänglicher G'spaßigkeit verurteilt!"
(Johann Nestroy in Mein Nestroy)