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Kammerspiele der Josefstadt

Der Garderober

von Ronald Harwood

Übersetzung von Max Faber

ca. 2 Stunden, 25 Minuten (Pause nach ca. 65 Minuten)

Premiere:
26.04.2018


Besetzung

Norman
Martin Zauner
Sir
Michael König
Milady
Martina Stilp
Madge
Elfriede Schüsseleder
Irene
Swintha Gersthofer
Geoffrey Thornton
Alexander Strobele
Mr. Oxenby
Wojo van Brouwer
Stimme aus dem Off
Tobias Reinthaller
Holger Schober

Stab

Regie
Cesare Lievi
Bühnenbild
Maurizio Balò
Kostüme
Birgit Hutter
Dramaturgie
Doris Happl
Licht
Sebastian Schubert
Regieassistenz
Nicole Feik
Video
DER GARDEROBER
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Deutsch von Max Faber

Als ich zum ersten Mal
den Lear spielte, gab
es ein echtes Gewitter.
Jetzt schicken sie
Bomben. Was muss ich
denn noch alles ertragen?
Wir sollen heute
Abend Shakespeare
spielen, und sie tun alles
Mögliche, mich davon
abzuhalten!

Sir

Am Theater gibt es ein ehernes Gesetz: Entweder du bist da zur Vorstellung, oder du bist tot. Dazwischen wird nichts akzeptiert. Sir, der Prinzipal und Protagonist einer Theatertruppe, die in den 1940er Jahren durch die englische Provinz tourt, hat sich ein Leben lang daran gehalten. Doch nun ist Sir alt, krank und ausgebrannt. Shakespeares König Lear soll er heute Abend spielen – oder ist es Othello? Seine desillusionierte Frau ist keine Hilfe, die Kollegen verachtet er.
Unerschütterlich zur Seite steht ihm Norman, sein Garderober. Er ist Diener, Souffleur, Kindermädchen, oft auch Therapeut, und erträgt geduldig die Launen des egozentrischen Bühnentyrannen. Norman ist unerbittlich vernarrt ins Theater, auch wenn dieses seine Zuneigung nicht unbedingt erwidert. Inmitten der Bombardierungen durch die Deutschen, die Sir als Störung und persönliche Beleidigung empfindet, versucht der Garderober alles, damit die Vorstellung stattfindet.

Ronald Harwoods Tragikomödie basiert auf seiner eigenen Erfahrung als Schauspieler und Garderober des britischen Charakterdarstellers Sir Donald Wolfit, Prinzipal einer Shakespeare- Company. Der Garderober ist der wohl größte Theatererfolg des oscargekrönten Autors (2002 für Der Pianist), zwei Mal wurde das Stück verfilmt. Ein brillantes und faszinierendes Psychoduell zweier gegensätzlicher Männer und eine Liebeserklärung an das Theater und an die Menschen, denen seine Bretter die Welt bedeuten.


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