"Wenn es Wirklichkeitssinn gibt, muss es auch Möglichkeitssinn geben."
Ulrich, Mathematiker, Philosoph, ein sich in Frage stellender Nicht-Held, ist der Mann ohne Eigenschaften. Das Mögliche bedeutet ihm mehr als das schematisch Wirkliche. Ihn umgeben General Stumm, Repräsentant der führenden österreichischen Kreise, Clarisse, eine besessene Nietzsche-Anhängerin, ihr Mann Walter, ein gescheitertes Genie, Bonadea, eine Nymphomanin, und Moosbrugger, ein Frauenmörder. Ulrichs faszinierende Schwester Agathe verführt ihren Bruder zu einem der kühnsten Liebesexperimente der Weltliteratur.
Die essayistische Konzeption des Romans in drei Teilen 1930, 1933 und 1943 erschienen -, die Diskurse über Logik und Gefühle, Kausalität und Analogie, Wissenschaftsgläubigkeit und Kulturpessismusmus sind eine große Herausforderung an jeden Leser.
Regisseur Jürgen Kaizik hat Musils großartiges Romanfragment dramatisiert und führte zum ersten Mal am Theater in der Josefstadt Regie.