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Kammerspiele der Josefstadt

Thomas Vinterberg / Mogens Rukov

Suff

Uraufführung

Premiere
01.02.2018

Aus dem Dänischen von
Hinrich Schmidt-Henkel

Das ist ein Martini Dry. Keine
Sorge. Weißt du, Jacob, große
Dinge hier auf der Welt sind
dank Alkohol erschaffen
worden. Es ist eine schlimme
Vereinfachung, Alkohol
abzulehnen, weil man ihn
ausschließlich als Mittel zum
Feiern oder zur Betäubung
von unglücklichen oder untauglichen
Menschen sieht.

Irma

Ob ich mich amüsiere? Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber!
Dorothy Parker

Mit Suff hat Thomas Vinterberg ein Stück geschrieben, das tief in die Wohnzimmer der großbürgerlichen Damenwelt des heutigen Wien schaut. Was machen sie eigentlich, diese immer gut gewandeten, immer schön geschminkten und so belesenen Damen, wenn die Männer schon gestorben sind und die Kinder längst ausgezogen? Hier frönen sie vor allem dem Trinken – dem feiernden, dem bacchantischen, dem lustvollen Trinken, aber auch dem selbstzerstörerischen Trinken, das nicht nur den eigenen Körper kaputt macht, sondern auch familiäre Beziehungen. Aber Hedwig, Irma, Constanze und Marion haben ja einander – und das reicht vielleicht sogar auch.

Alkohol wird je nach Perspektive als wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen und sozialen Lebens oder als gefährliche Suchtsubstanz gesehen. Alkohol ist ein zentraler Bestandteil unserer Traditionen, gleichzeitig aber stürzt Alkohol eine große Anzahl von Menschen in eine Abhängigkeit und verursacht damit großes persönliches und soziales Leid. Infolge dieser janusköpfigen Natur des Alkohols sind überlegte und ausgewogene Strategien erforderlich, um einerseits energisch und konsequent Maßnahmen zu Eindämmung von Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht entwickeln zu können, ohne gleichzeitig auch den moderaten Umgang mit Alkohol zu problematisieren oder zu bekämpfen.
Handbuch Alkohol Österreich

Nach der gefeierten Inszenierung von Das Fest ist Suff das zweite Stück des Filmregisseurs und Drehbuchautors Thomas Vinterberg an der Josefstadt.

Regie
Alexandra Liedtke

Bühnenbild
Raimund Orfeo Voigt

Kostüme
Johanna Lakner

Musik
Karsten Riedel

Dramaturgie
Cinja Kahl

Licht
Emmerich Steigberger

Hedwig
Sona MacDonald

Irma
Elfriede Schüsseleder

Constanze
Therese Lohner

Marion
Marianne Nentwich

Jacob, Hedwigs Sohn
Martin Niedermair