Theater in der Josefstadt

In der Löwengrube

Zum 70. Geburtstag von Felix Mitterer

von Felix Mitterer

ca. 2 Stunden, 50 Minuten (Pause nach ca. 90 Minuten)

Premiere:
15.03.2018


Besetzung

Polacek
André Pohl / Oliver Rosskopf
Strassky
Alexander Absenger
Kirsch
Florian Teichtmeister
Helene Schwaiger
Pauline Knof
Jakschitz
Tobias Reinthaller
Olga
Alma Hasun
Meisel
Peter Scholz
Eder
Alexander Strobele
Goebbels
Claudius von Stolzmann
Höllrigl
Gerhard Kasal
Erster Gestapo-Beamter
Jörg Reifmesser
Zweiter Gestapo-Beamter
Matthias Böhm

Stab

Regie
Stephanie Mohr
Bühnenbild
Miriam Busch
Kostüme
Nini von Selzam
Musik
Stefan Lasko
Video
Philine Hofmann
Dramaturgie
Matthias Asboth
Licht
Manfred Grohs
Regieassistenz
Julia Pacher
Video
IN DER LÖWENGRUBE
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Dass die Welt im Wandel ist muss Leo Reuss Mitte der 1930er Jahre am eigenen Leibe erfahren. Als Schauspieler hatte er sich in Berlin einen Namen gemacht, als Jude verliert er das Recht seine Profession auszuüben. Was nun, wenn sein Spiel aber nicht mehr jüdisch, wenn es stattdessen arisch wäre? Wäre er wieder gut genug für die Bühne? Reuss verändert also sein Spiel indem er sich selbst verändert: die Haare blond, der Bart voll, der Name Kaspar Brandhofer. Als Naturtalent aus den Tiroler Bergen spricht er Josefstadt-Direktor Ernst Lothar vor, der ihm sofort eine Hauptrolle anbietet. Die Presse bejubelt Brandhofers arische Schauspielkunst – um Tage später den Skandal aufzudecken und Reuss‘ Infamie zu verdammen.

Die abenteuerliche Geschichte des Schauspielers Leo Reuss, der sich mitten in die Löwengrube begibt, diente Felix Mitterer als Ausgangspunkt für seine theatrale Zuspitzung: Er beschreibt keinen Schauspieler auf der Suche nach Arbeit sondern einen gedemütigten Menschen, der der Welt den Irrsinn einer Rassenideologie aufzeigt, indem der sie ad absurdum führt. Der unbändige Wunsch nach Rache übersteigt dabei die rationale Beurteilung der Lage und mündet in eine lebensbedrohliche Situation für alle Beteiligten.


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