AUTORINNEN INS LICHT!
Vergessene Stimmen. Neue Perspektiven. Eine andere Theatergeschichte.
Wer bestimmt, welche Geschichten auf unseren Bühnen erzählt werden? Welche Namen bleiben im Gedächtnis, welche verschwinden aus der Theatergeschichte?
Über Jahrhunderte haben Frauen für das Theater geschrieben, gesellschaftliche Verhältnisse hinterfragt, mit Sprache und dramatischen Formen experimentiert. Viele ihrer Werke wurden gefeiert, gespielt – und schließlich vergessen. Nicht aus Mangel an künstlerischer Bedeutung, sondern weil auch der literarische Kanon von Machtverhältnissen geprägt ist.
Mit der neuen Reihe „Autorinnen ins Licht!“ rückt das Theater in der Josefstadt diese verdrängten Stimmen wieder ins Zentrum. Vier szenische Lesungen verbinden die Wiederentdeckung historischer Dramatikerinnen mit Texten zeitgenössischer Autorinnen. Schauspielerinnen und Schauspieler des Ensembles geben ihren Werken eine Bühne und eröffnen einen neuen Blick auf Vergangenheit und Gegenwart des Theaters.
Den Auftakt bildet Friederike Sophie Seylers „Die Entführung oder Die zärtliche Mutter“ aus dem Jahr 1772 – ein Stück, das dazu einlädt, die vermeintlich vertraute Theatergeschichte neu zu lesen.
Im Anschluss an die Lesungen öffnen Gespräche mit Expertinnen und Autorinnen den Raum für eine grundlegende Frage: Was muss sich verändern, damit die Werke von Frauen nicht länger Ausnahmen im Repertoire bleiben, sondern selbstverständlicher Teil unserer Theaterkultur werden?
Eine Reihe über literarische Erinnerung, künstlerische Gegenwart und die Notwendigkeit, den Kanon neu zu denken.
Auftakt: Mittwoch, 18. November 2026, 20.00 Uhr
Probebühne des Theaters in der Josefstadt, Wien
Eine Kooperation mit der Arbeitsgruppe „Vergessene“ Autorinnen, dem Max Reinhardt Seminar und dem DRAMA FORUM der uniT Graz.
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