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Theater in der Josefstadt

Der einsame Weg

von Arthur Schnitzler

ca. 1 Stunde, 30 Minuten, keine Pause

Premiere:
15.11.2018


Besetzung

Professor Wegrat, Direktor der Akademie der bildenden Künste
Marcus Bluhm
Gabriele, Wegrats Frau
Therese Lohner
Felix, deren Sohn
Alexander Absenger
Johanna, deren Tochter
Alma Hasun
Julian Fichtner
Ulrich Reinthaller
Stephan von Sala
Bernhard Schir
Irene Herms
Maria Köstlinger
Doktor Franz Reumann, Arzt
Peter Scholz

Stab

Regie
Mateja Koležnik
Bühnenbild
Raimund Orfeo Voigt
Bühnenbild
Kathrin Kemp
Kostüme
Alan Hranitelj
Choreographie
Matija Ferlin
Musik
Nikolaj Efendi
Dramaturgie
Matthias Asboth
Licht
Emmerich Steigberger
Dolmetscherin
Alina Zeichen
Regieassistenz
Andrija Repec
Video
DER EINSAME WEG
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Dieses Stück ist der Herbst einer Jugend. Herbst eines Genießers, der traurig ist (im Grunde nicht, weil das Sündenleben ein Unrecht war, sondern weil es zu Ende geht).
Dieses Stück ist der Aschermittwoch nach einem holden, eigentlich schon früher melancholischen Karneval: Katzenjammer der Seele; Entsagen; Alter; Schuldgefühl; Einsamkeit; sinkende Hüllen.
Etwas Trauervolles dehnt sich über die Vorgänge. Eine Trauer, die nicht immer in der Zeiten Lauf gefeit sein wird gegen eine lächelnde Betrachtung. Heut ist sie es: kraft der besondren Süße dieses Dichters, den wir, die Zeitgenossen, lieben, vielleicht weil er in manchem Werk mit leiser Stimme etwas gesagt hat, das wir Jetzigen, nur wir Jetzigen, so in uns dämmern fühlten. Eine halbe Regung; ein gleitender Schatten, ein verwehender Duft, ein Sekundentraum...Und wenn der Hauch nicht mehr gefühlt wird, die Süße nicht mehr geschmeckt, der gleitende Schatten nicht mehr gesehn: dann werden die Kommenden vielleicht lachen.
Alfred Kerr

Mateja Koležnik, an der Josefstadt zuletzt verantwortlich für die nestroypreisnominierte Erfolgsproduktion Die Wildente von Henrik Ibsen, setzt Schnitzlers fein-melancholisches Meisterstück in Szene.
In einer vom Lebensgefühl des Fin de Siècle geprägten Atmosphäre beschreibt Schnitzler eine Gesellschaft, der die Welt in Jugendtagen offen stand. Doch die Träume und Hoffnungen sind in einer ernüchternden Lebensbilanz aufgegangen, die Freuden von einst werden zu Schatten der Vergangenheit.