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Theater in der Josefstadt

Professor Bernhardi

von Arthur Schnitzler

ca. 3 Stunden (Pause nach ca. 105 Minuten)

Premiere:
16.11.2017


Besetzung

Dr. Bernhardi
Herbert Föttinger
Dr. Ebenwald
Florian Teichtmeister
Dr. Cyprian
André Pohl / Raphael von Bargen
Dr. Pflugfelder
Michael König
Dr. Filitz
Christian Nickel
Dr. Tugendvetter
Michael Schönborn
Dr. Löwenstein
Johannes Seilern
Dr. Schreimann
Wojo van Brouwer
Dr. Adler
Peter Scholz
Dr. Oskar Bernhardi
Nikolaus Barton
Dr. Kurt Pflugfelder
Alexander Absenger
Dr. Wenger
Alexander Strömer
Hochroitzpointner
Holger Schober
Ludmilla
Alma Hasun
Professor Dr. Flint
Bernhard Schir
Hofrat Dr. Winkler
Martin Zauner
Franz Reder
Matthias Franz Stein
Dr. Goldenthal
Michael Dangl / Alexander Strobele
Dr. Feuermann
Oliver Rosskopf
Kulka
Patrick Seletzky

Stab

Regie
Janusz Kica
Bühnenbild und Kostüme
Karin Fritz
Dramaturgie
Ulrike Zemme
Dramaturgie
Leonie Seibold
Licht
Manfred Grohs
Regieassistenz
Clara Rybaczek
Video
PROFESSOR BERNHARDI
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Bin ich etwa auch ein Antisemit?
Ich, der ich immer
mindestens einen jüdischen
Assistenten habe? Gegenüber
anständigen Juden gibt
es keinen Antisemitismus.

Filitz

Wenn auch die Bedenken, die gegen die Aufführung des Werkes vom Standpunkte der Wahrung religiöser Gefühle der Bevölkerung vorliegen, durch Striche oder Änderung einiger Textstellen immerhin beseitigt werden könnten, so stellt doch das Bühnenwerk schon in seinem gesamten Aufbau durch das Zusammenwirken der zur Beleuchtung unseres öffentlichen Lebens gebrachten Episoden österreichische staatliche Einrichtungen unter vielfacher Entstellung hierländischer Zustände in einer so herabsetzenden Weise dar, dass seine Aufführung auf einer "inländischen Bühne" wegen der zu wahrenden öffentlichen Interessen nicht zugelassen werden kann. Dem gegenüber kann für die Frage der Aufführung des Bühnenwerkes dessen literarische Bedeutung nicht als entscheidend ins Gewicht fallen.
Aus dem Aufführungsverbot, Jänner 1913

Dem Dichter ist es nicht um eine politische Komödie zu tun. Er will uns Menschen und Zustände oder besser bestimmte Menschen in bestimmten Zuständen zeigen und da er nicht außerhalb der Zeit und des Raumes lebt, so zeigt er uns österreichische Menschen in österreichischen Zuständen. Er kann nichts dafür, dass die Menschen und die Zustände so sind.
Arbeiter Zeitung, Februar 1913

Dass meine neue Komödie Professor Bernhardi Sie so lebhaft interessiert hat, ist mir sehr lieb. Es ist über dieses Stück gar viel herumgeredet und herumgeschwätzt, und auch Sie, sind über die Entstehungsgeschichte meines Stückes nicht ganz richtig informiert worden. Die Komödie behandelt nicht eigentlich "ein Lebensschicksal, wie es mein Vater erfahren hat", der Inhalt ist vielmehr frei erfunden. Mein Vater hat wohl seinerzeit, mit Freunden zusammen, ein Krankeninstitut in der Art des Elisabethinums gegründet, aber wenn sein Ausscheiden vielleicht auch dem Einen oder dem Andern nicht unangenehm gewesen wäre, er ist keineswegs "hinausintrigiert" worden, ja, ist sogar als Direktor des Instituts am 2. Mai 1893 gestorben. Meine Komödie hat keine andere Wahrheit als die, dass sich die Handlung genauso, wie ich sie erfunden habe, zugetragen haben könnte, – zum mindesten in Wien zu Ende des vorigen Jahrhunderts.
Arthur Schnitzler an Georg Brandes, Februar 1913


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