Theater in der Josefstadt

Der Kirsch­garten

Übersetzung von Ulrike Zemme, Bearbeitung von Elisabeth Plessen

von Anton Tschechow

in einer Bearbeitung von Elisabeth Plessen

Übersetzung von Ulrike Zemme

ca. 2 Stunden, 10 Minuten, keine Pause

Premiere:
05.12.2019


Besetzung

Ljubow Andrejewna Ranjewskaja, eine Gutsbesitzerin
Sona MacDonald
Anja, ihre Tochter
Gioia Osthoff
Warja, ihre Adoptivtochter
Silvia Meisterle
Leonid Andrejewitsch Gajew, Ranjewskajas Bruder
Götz Schulte
Jermolaj Alexejewitsch Lopachin, ein Kaufmann
Raphael von Bargen
Pjotor Sergejewitsch Trofimow, ein Student
Nikolaus Barton
Boris Borissowitsch Simeonow-Pischtschik, ein Gutsbesitzer
Robert Joseph Bartl
Charlotta Iwanowna, eine Gouvernante
Alexander Absenger
Semjon Pantelejewitsch Jepichodow, ein Kontorist
Igor Karbus
Dunjascha, ein Dienstmädchen
Alma Hasun
Firs, ein Diener
Otto Schenk
Jascha, ein junger Diener
Claudius von Stolzmann
Iwan, ein Mitbewohner
Ian Fisher

Stab

Regie
Amélie Niermeyer
Bühnenbild
Stefanie Seitz
Kostüme
Annelies Vanlaere
Dramaturgie
Silke Ofner
Licht
Emmerich Steigberger
Regieassistenz
Julia Pacher
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Das nächste Stück, das ich schreiben werde, wird unbedingt komisch sein, sehr komisch, zumindest im Plan.
Anton Tschechow

Die verwitwete Adelige Ljubow Andrejewna Ranjewskaja kehrt nach langjährigem Aufenthalt in Frankreich mit ihrer Tochter auf ihr russisches Gut zurück, das von einem prächtigen Kirschgarten umgeben ist. Von der Schönheit der Kirschblüte und den damit verbundenen Kindheitserinnerungen überwältigt, will Ranjewskaja die hohe Verschuldung des Gutes und die damit drohende Zwangsversteigerung nicht wahrhaben. Retten möchte den alten Besitz nun ausgerechnet der Kaufmann Lopachin, der Sohn eines ehemaligen Bauern, der auf dem Anwesen aufwuchs.

Tschechows letztes Bühnenwerk, das Humor und Tragik auf einzigartige Weise verbindet, gehört zu seinen ausgereiftesten und psychologisch vielschichtigsten Dramen. Wie in seinen anderen Meisterwerken sollte im Kirschgarten weniger die Melancholie einer überlebten Gesellschaftsschicht als die Unvereinbarkeit der Kräfte der alten und der neuen Zeit aufgezeigt werden. Die Uraufführung fand 1904 unter Stanislawskis Regie im Künstlertheater in Moskau, einer zu dieser Zeit in Europa maßgeblichen Bühne, statt. Zwei Jahre später wurde die Aufführung verboten, da das Stück "in grellen Farben den Niedergang des Adels schildert".
Frank Piontek

Für die vielbeschäftigte Theater- und Opernregisseurin Amélie Niermeyer, Leiterin des Studiengangs für Schauspiel und Regie am Mozarteum Salzburg, wird Der Kirschgarten die erste Inszenierung am Theater in der Josefstadt sein.


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