Fürs Publikum war diese Operettencollage ein Riesenspaß. In den Kammerspielen lernen wir die verschiedenen Facetten Ruth Brauer-Kvams kennen: Da ist die Dramaturgin, die den Abend mit viel Geschick und Witz zusammengestellt hat und Operettentexte und –schlager aus allen Winkeln der goldenen, silbernen und blechernen Ära gefunden hat. Sie bringt da sogar ein wenig Spieloper unter. Sie schafft daraus ein Potpourri – und erzählt eine kleine Geschichte. Eben die Hommage für Fritzi Massary. Aber da gibt es auch die Darstellerin Ruth Brauer, die sich das Herz aus dem Leibe spielt, singt, rudert und, wenn vor dem Vorhang genug Platz wäre, ein Rad schlagen würde. Alexander Shevchenko ist amüsant trocken hinter seinem Akkordeon. Und der Frosch auf dem Kunstrasen behält bis zuletzt seine weise stoische Ruhe. Im Gegensatz zum begeistert jubelnden Publikum!
(Kronen Zeitung)