Die vielfach ins Schwarze treffenden Sätze in von Mayenburgs Komödie lässt Regisseur Ramin Gray in hohem Tempo abfeuern: Kaum ist ein moralisches Minenfeld abgehandelt, schon sitzen die nächsten Treffer - mit etlichen Lachern und so manch nachdenklich machendem Seitenhieb. Dem Ensemble gelingt es, allen voran einer mit viel Furor agierenden Meisterle, die diversen Dynamiken, die hier aktiv werden, eindrucksvoll aufzuzeigen.
(APA)
Rasante Dialoge, die von wie gewaschenem Kopfsteinpflaster über "Schall und Rauch" bis hin zur Gestapo bitterböse viele Nationalsozialismusstachel setzen, treiben das Stück voran. Die Dinge eskalieren schnell. Johannes Schütz hat die schon aufgelöste leere Wohnung des Verstorbenen auf die Kammerspielbühne gestellt. Ramin Grays Inszenierung dauert nur 85 Minuten. Aber viel steckt drin: vom Familienmythos von den Regimegegnern – im Widerspruch zu diesem waren die Vorfahren wohl doch zumindest pro forma, wie halt alle, Parteimitglied der NSDAP – bis hin zum Umgang mit Palästina. George Taboris Mein Kampf und Charlie Chaplins Großer Diktator haben Humor als Mittel des aufklärerischen Umgangs mit dem Nationalsozialismus vorgeführt. Mayenburg macht sich nicht über Hitler lustig – sondern zielt auf jene, die heute Ethik hinter Gier stellen, hinter deren kultivierten Fassaden es brodelt. Er geht ziemlich in die Vollen, manches Lachen bleibt einem im Hals stecken. Das Darstellerquintett überschlägt sich fulminant. Tosender Applaus.
(Der Standard)
Eine unheimlich geschickt gestrickte Gesellschaftskomödie, deren Pointen das Publikum bis zuletzt laut lachen lassen.
(Die Presse)
Ein hinreißendes Ensemble.
(KURIER)
Sprachlich pointiert.
(Falter)