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Romeo und Julia
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Theater in der Josefstadt

Romeo und Julia

von William Shakespeare

ca. 2 Stunden, 55 Minuten (Pause nach ca. 80 Minuten)

Premiere:
01.10.2026


Besetzung

Julia
Seide Noffke
Romeo
Leonard Dick
Lady Capulet / Montague
Julia Kreusch
Lord Montague / Capulet
Marcus Bluhm
Amme
Olivia Grigolli
Pater Lorenzo
Lukas Holzhausen
Mercutio
Nikolai Gemel
Benvolio
Samuel Simon
Paris, Tybalt
Felix Caspar Künzli (Eleve)
Julius Bela Dörner (05.11.2026 - 11.11.2026)
Live-Musikerinnen
Dora de Goederen / Karolina Preuschl
Live-Kamera
Hannes Francke / Charlotte Engel

Stab

Übersetzung
Lucien Haug
Inszenierung
Stefan Pucher
Bühnenbild
Nina Peller
Kostüme
Annabelle Witt
Musikalische Leitung
Christopher Uhe
Video / Live-Video
Ute Schall / Hannes Francke
Dramaturgie
Leonie Hahn
Licht
Manfred Grohs

„Romeo und Julia“ ist die wohl berühmteste Liebesgeschichte der Welt. Nicht ohne Grund gilt die Tragödie von William Shakespeare als Maßstab zahlloser Liebeserzählungen. Zwei junge Menschen aus traditionell verfeindeten Familien begegnen einander – was den Hass der beiden Parteien entzündet hat, weiß niemand mehr. Sie flüchten sich in die Liebe und entdecken sie auf den ersten Blick füreinander. Doch ihre bedingungslose Hingabe ist von Beginn an verboten.

In seiner Bearbeitung bleibt der Schweizer Autor Lucien Haug im Shakespeare’schen Versmaß und schafft eine zeitgemäße Fassung über eine junge, naive und überbordende Liebe in einer von Feindschaft und Hass verzerrten Welt. Die beiden Liebenden Romeo und Julia treten den Beweis für eine grenzenlose Liebe an, die sich an und trotz ihrer Unmöglichkeit entzündet. Der romantische Liebesbegriff wird dabei zum Sprengstoff gegen die verhärtete Feindschaft der Elterngeneration, wofür es sich für die jungen Liebenden sogar zu sterben lohnt.

Regisseur Stefan Pucher, vielfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen, ist u.a. für seine sinnlich-spielerischen Shakespeare-Inszenierungen bekannt. Für das Theater in der Josefstadt widmet er sich erstmals „Romeo und Julia“ und bringt damit Shakespeares radikales Liebesideal, das die beiden jungen Menschen leben, auf die Bühne.

 

Reaktionen

Inszenierung „bringt das Theater in der Josefstadt nach vorn, auch wenn sie nicht aus allem Funken schlägt“.
Die Inszenierung ist gespickt mit popkultuellen Verweisen, von denen die projizierten, KI-animierten Renaissance-Gemälde am meisten faszinieren.
Ins Glücksfahrwasser kommt der Abend immer dann, wenn er mit Schmäh aufwartet, vor allem in den Szenen mit den Eltern Capulet und Montague.
"Gott meldet sich nur, wenn man deutlich funkt", sagt Pater Lorenzo. Also es war keine Erleuchtung, aber es hat gefunkt.
(Der Standard)

Was den Abend ins Erfreuliche dreht, sind die schauspielerischen Leistungen der neuen Garde, die Neo-Intendantin Marie Rötzer ans Haus geholt hat. Leonard Dick bringt die unverbrauchte Frische mit, die man von einem Romeo erwartet. Nikolai Gemel als Mercutio und Samuel Simon als Benvolio gewinnen ihren Rollen Facetten ab, die deutlich über das übliche Stichwortgeben und Sprücheklopfen hinausgehen.
(Die Presse)

Wo und wann soll denn diese Aufführung eigentlich spielen! Die Kostüme sagen klar: jetzt. Die KI-Maske, die über der Stadt hängt und Urteile verkündet, deutet auf nahe Zukunft. Gibt es einen politischen Kontext für die Feindschaft zwischen den Familien? Pucher lässt das in der Schwebe. Das Patriarchat mit seiner Kleinfamilie als Kern allen Übels. "Nichts anderes macht die Familie aus, als Hass auf das, was sie nicht ist", sagt Lady Capulet. Zusätzlich rupft sich Pucher, oder vielleicht auch Lucien Haug, Brocken aus modischen Diskursen heraus und hängt sie den Figuren um den Hals wie schicke Accessoires – so verwandelt sich die Figur des Mercutio mitten im Satz in einen Incel.
(nachtkritik.de)

Ein Wechselbad der Gefühle löst die opulente Inszenierung des meistadaptierten Stücks der Weltliteratur durch Neo-Josefstadt-Regisseur Stefan Pucher aus. Dieses bemerkenswerte Popdrama beeindruckt durch ein ausgeklügeltes Multimedia -Bühnensetting und ausgefallene Kostümkreationen. Der Schweizer Autor (dessen „Hamlet“-Interpretation letztes Jahr in Basel für Furore sorgte) wirft den altbekannten Übertragungskanon August Wilhelm Schlegels über den Haufen, orientiert sich inhaltlich und formal jedoch ebenfalls am Original und dessen prägnantem Versmaß. In seiner Neuübersetzung liegen viel Aktualität und Wortwitz, die den derben Humor des ausgehenden 16. Jahrhunderts aufgreifen und in explizite Sprüche aus der Jetztzeit verwandeln.
(Die Furche)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Josefstadt-Team, ich bin langjährige Josefstadtabonnentin, seit ein paar Jahren auch Abonnentin des Landestheater NÖ in St. Pölten und komme gerade aus der Vorstellung ‚Romeo und Julia‘. Es hat mir supergut gefallen, brillant gespielt, hervorragende schauspielerische Leistung!! War heute in der Generalprobe und sehr beeindruckt. Hatte 40 Jahre ein Abo und daher schon sehr viele Aufführungen gesehen. Alles geht seinen Weg weiter. Die Schauspieler sind großartig.