Theater in der Josefstadt

Die schmutzigen Hände

von Jean-Paul Sartre

ca. 2 Stunden, 30 Minuten (Pause nach ca. 85 Minuten)

Premiere:
04.09.2025

Wiederaufnahme


Besetzung

Hugo
Nils Arztmann
Hoederer
Günter Franzmeier
Jessica
Johanna Mahaffy
Olga
Nanette Waidmann
Louis / Der Prinz
Roman Schmelzer
Karsky
Michael König
Ivan / Georges
Alexander Absenger
Slick
Oliver Rosskopf

Stab

Regie
David Bösch
Bühnenbild und Video
Patrick Bannwart
Kostüme
Moana Stemberger
Kostümmitarbeit
Bianca Stummer
Musikalische Leitung
Karsten Riedel / Daniel Feik
Dramaturgie
Matthias Asboth / Jacqueline Benedikt
Licht
Manfred Grohs
Video
Die schmutzigen Hände
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Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel

Bildest du dir ein, man könnte unschuldig regieren?

Gebrandmarkt durch seine bürgerliche Herkunft bleibt der junge Hugo ein kleines Rädchen in seiner Partei. Doch es herrscht Krieg, und Hugo ist bereit, für seine Ideale zu kämpfen – und zu sterben. Als Beweis seiner Entschlossenheit bietet er sogar an, den in Ungnade gefallenen Parteisekretär Hoederer umzubringen. Dieser strebt einen Kompromiss mit den feindlichen Lagern an, um sich nach dem Krieg die Macht zu teilen. Anfänglich zu seinem Auftrag fest entschlossen, wird Hugo von Hoederer immer mehr mit dessen Argumenten überzeugt – der “Verrat an den Idealen der Partei” wandelt sich zum realpolitisch sinnvollsten Weg. Doch dann kommt die Eifersucht mit ins Spiel und die Situation ändert sich für den jungen Intellektuellen nochmals grundlegend.

Mit dem Politthriller Die schmutzigen Hände untersucht Sartre den zeitlosen Konflikt zwischen politischem Idealismus und Pragmatismus. Dabei zeigt er exemplarisch, wie abhängig Ideale und Überzeugungen sowohl von der Tagespolitik als auch von privaten Emotionen sind, und wie kompromissloser Idealismus in Extremismus münden kann.