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Theater in der Josefstadt

Arthur Schnitzler

Zwischenspiel

Premiere
30.01.2020

Was uns verbindet, ist ja so stark, dass alles andere, was uns etwa noch in unserer Freiheit bevorstehen mag, dagegen geradezu unwesentlich erscheint. Das spürst du doch geradeso wie ich? Wir gehören doch schließlich noch immer zusammen, auch wenn von hundert Fäden, die uns verknüpfen, einer zerrissen ist. Oder sollten wir mit einemmal vergessen, was wir einander gewesen sind und was wir uns bleiben können und müssen? Das steht einmal fest, dass dich niemand mehr so verstehen wird wie ich, und mich niemand mehr wie du...Und darauf kommt’s doch an!
Amadeus

Die Sängerin Cäcilie und der Komponist Amadeus versuchen, ihre bröckelnde Ehe zu retten, indem sie einander die Erlaubnis zur Untreue geben, mit der gleichzeitigen Forderung, dem jeweils anderen die absolute Wahrheit zu sagen. Während Cäcilie aus dieser Vereinbarung ein gesteigertes Selbstbewusstsein zieht, sieht sich Amadeus den Grenzen seines patriarchalen Selbstverständnisses gegenüber – er entbrennt in Eifersucht und neu erwachter Liebe zu seiner Frau...

Die ethische Forderung der Treue beruht auf der Voraussetzung, dass jedem Menschen nur ein begrenztes, für einen bestimmten Partner gerade ausreichendes Maß von Liebesgefühl, Liebesfähigkeit und Liebesbedürfnis verliehen ist. Aber es erscheint sehr fraglich, ob ein solches Gebot der Ausschließlichkeit in der Natur begründet, und vor allem ob seine Befolgung in jedem Falle vernünftig, ja ob sie auch nur im Interesse des scheinbar geschädigten Partners gelegen wäre.
Arthur Schnitzler

Regie
Peter Wittenberg

Bühnenbild
Florian Parbs

Kostüme
Alexandra Pitz

Musik
Bernhard Moshammer

Dramaturgie
Matthias Asboth

Licht
Pepe Starman

Amadeus Adams, Kapellmeister
Bernhard Schir

Cäcilie Adams-Ortenburg, Opernsängerin, seine Frau
Maria Köstlinger

Peterl, 15J, beider Kinder
Phillip Bauer, Laurenz Fladischer, Teodor Gregor Ilic

Albertus Rhon
Joseph Lorenz

Marie, seine Frau
Martina Stilp

Sigismund, Fürst von und zu Maradas-Lohsenstein
Roman Schmelzer

Gräfin Friederike Moosheim, Opernsängerin
Silvia Meisterle