Premiere: 09.04.2026
Georg Büchner
Leonce und Lena
ca. 1 Stunde, 30 Minuten, keine Pause
Frei bearbeitet von Torsten Fischer
Und dann umstellen wir das Ländchen mit Brennspiegeln, daß es keinen Winter mehr gibt und wir uns im Sommer bis Ischia und Capri hinaufdestillieren …
Was, wenn man am Ende seines Lebens die Chance hätte, noch einmal zurückzugehen, eine zweite Chance sozusagen, die abgelebte Gesellschaft zum Teufel gehen zu lassen, die nur versucht, sich die entsetzliche Langeweile zu vertreiben …
Mein Kopf ist ein leerer Tanzsaal. Die letzten Tänzer haben die Masken abgenommen und sehen mit todmüden Augen einander an.
Georg Büchner
Gibt es überhaupt noch den Anderen? Gibt es einen Ort, an dem Schönheit möglich ist?
Wie ist mir eine Stimme doch erklungen,
Im tiefsten Innern,
Und hat mit Einemmale mir verschlungen
All mein Erinnern!
Adalbert von Chamisso
So träume dich selig und laß mich dein seliger Traum sein. Wollen wir ein Theater bauen?
Georg Büchner
Eine Reise in den Kosmos der Sprache Georg Büchners, vom Alter in die Jugend, aus dem royalen Reich der Melancholie und Langeweile ins neue Leben, ins Lustspiel der Liebe und in die Utopie einer freien autarken Gesellschaft.
Traumverloren, versponnen, verspielt. Raffiniert gedacht, sentimental gemacht – und ein Abschiedsfest für Sandra Cervik. Mit viel Poesie herausgeputzt. Die beiden Protagonisten fangen an, sich die Langeweile mit Theater zu vertreiben. So spielen sie sich zurück in die Jugend, in der Hoffnung, am Wegrand ihre verlorene Liebe wiederzufinden. Das gibt Sandra Cervik als Lena und Michael Dangl als Leonce breiten Raum für gediegenes Schauspiel. Sie zelebrieren Büchners mutig-anmutigen Text. Abschiedsstimmung liegt in der Luft, aber auch Stolz und Trotz – man zeigt noch einmal, was man kann.
(Die Presse)
Berührend und beklemmend. Mit Songs von Leonard Cohen und anderen lässt der feinsinnige Geiger Aliosha Biz mit Krysztof Dobrék (Akkordeon) aufhorchen. Die Handlung changiert schlüssig zwischen Retrospektive und Spiel im Spiel.
(KURIER)
Die Inszenierung vermengt Altersklage, Polittravestie sowie Liebes- und Lebensfantasien zu einem neunzigminütigen Märchenabend.
(Der Standard)
Regie
Torsten Fischer
Bühnenbild und Kostüme
Herbert Schäfer
/
Vasilis Triantafillopoulos
Dramaturgie
Herbert Schäfer
Licht
Sebastian Schubert
Orchesterwart
Jakob Moisl
Leonce
Michael Dangl
Lena, Rosetta
Sandra Cervik
Valerio
Tonio Arango
König, Präsident
Marcus Bluhm
Frau Hofmeister, Gouvernante
Susanna Wiegand
Alter Mann
Robert Chionis
/ Fábio Coutinho Altenburg
/ Harald Assenheimer
/ Bertram Burian
/ Víctor Ramírez
/ Albrecht Meyer
/ Philippe-Julien Denoun
Live-Musik
Aliosha Biz
/
Krzysztof Dobrék










