Es ist Gerichtsdrama und Geschichte eines mehrfachen Machtmissbrauchs, bietet eine außergewöhnliche Sprache und feine Rollen. Deshalb wird das Stück über 200 Jahre nach seiner Uraufführung noch immer viel gespielt. So wie am Samstag in den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt hat man es aber noch nie gesehen. Regisseurin Amelie Niermeyer hatte viele Ideen. Robert Joseph Bartl ist schon vom Habitus her eine deckende Rollenbesetzung, ansatzlos wechselt er von herrisch zu unterwürfig, von verschlagen zu naiv.
(APA)
Eine sehr präzise Inszenierung eines alten, aber hoch aktuellen Stoffes.
(KURIER)
Robert Joseph Bartl als Dorfrichter Adam ist ausgezeichnet.
(Kronen Zeitung)
Eine beeindruckende neue Interpretation!
Richter Adam (großartig verlottert: Robert Joseph Bartl) und Gerichtsrätin Walter (unbestechlich: Sandra Cervik) bleiben einander nichts schuldig. Das ins Real-Tragische geänderte Ende ist Katharina Klars großer Moment, wenn sie den Text von Renate Aichinger vorsingt, eher vor-rappt: "brechen will ich / erzogen zu jasagerinnen / die nie gelernt "nein"!"
(Falter)
Robert Joseph Bartl gibt einen umwerfenden Richter, dessen Straucheln und Scheitern das Mitleid erregt. Hier zeigt sich etwas von dem Geheimnis des Wiener Theaterenthusiasmus: Man geht hin, um diese eine Figur zu sehen, wenn möglich mehrfach. Bartl beherrscht den ganzen Abend, und seine Kunst ist Gesprächsstoff.
(NZZ)