Wolfgang Schlögl

musikalische Leitung, Musiker

Biografie

Geboren 1972 bei Wien, ist Musik seit seinem 5. Lebensjahr ein fixer Bestandteil seines Lebens. Zuerst rückt das Klavier, später für kurze Zeit das Cello und nach seiner Matura ein Sampler und Computer gestütztes Studio in den Fokus seines Interesses. Seit 1986 in der Musik-Szene aktiv, erst als Bassist, dann als Sänger in der Formation Red Red Rosary tätig, später vor allem als Produzent und auch als DJ. Neben seiner musikalischen Tätigkeit, studierte Schlögl Staats- und Politikwissenschaften an der Grund- und Integrativwissenschaftlichen Fakultät Wien.

1996 gründete Wolfgang Schlögl mit Freunden die Band Sofa Surfers. Es folgten Tourneen durch Europa, sowie internationale Engagements als DJ. Nach 4 Alben erschien 2006 ihr titelloses "red album", das von Kritikern hoch gelobt wurde, eine Tour führte sie durch 15 Länder. Im Frühjahr 2010 erschien das nächste Album "Blindside", für das die Band einen Amadeus in der Kategorie Electronic/Dance gewann. Im September 2012 ist erschien das letzte sehr gefeierte Sofa Surfers Album mit dem Titel "Superluminal".

2003 erschien unter dem Pseudonym "I-Wolf" sein Solo-Album "Soul Strata", das unter anderem als erstes österreichisches Album Platte des Monats im Magazin Spex war, sowie 2004 mit dem Amadeus in der Sparte "Fm4 alternative act" ausgezeichnet wurde. Danach erschien sein zweites Album "I-Wolf and Burdy meet the Babylonians", dieses Album zeichnete sich vor allem durch die Zusammenarbeit mit verschiedensten Musikern aus verschiedensten Kulturkreisen als ein alternativer Weltmusikentwurf aus.

Seit 2005 arbeitet Schlögl verstärkt an zeitgenössischen Konzepten in seiner Musik. Dazu gehören Zusammenarbeiten mit Mia Zabelka, Manfred Hofer, Martin Siewert und Hans Joachim Roedelius. Weiters arbeitet Schlögl an einem Kompositionszyklus, der aus Finanzdatenströmen hergeleitet wird. Das RSO hat einen ersten Teil im Frühjahr 2010 im Rahmen der "Momentum"- Reihe zu 40 jährigen Bestehen des Orchesters aufgenommen.

Im Dezember 2012 erschien die erste Single "Let it go!" aus dem Album "Flesh and Blood" - im Mai 2013 soll auf dem Label SeaYou Records die Alben "Flesh and Blood" und "Skin and Bones" erscheinen.

Neben Europa-Tourneen und Shows in den USA produzierte er in Lissabon drei Alben der portugiesischen Abstract-Jazz und Electronics Band "Hipnotica". Weiters produzierte er Alben der österreichischen Bands "TNTJackson", "When the music is over", "Herbstrock" (Amadeus 2009) sowie Alben von Mia Zabelka und Manfred Hofer. Für die österreichische Kultband "Attwenger" hat er Teile ihres aktuellen Albums "Flux" produziert und gemischt.

Seit 2004 widmete sich Wolfgang Schlögl vermehrt der Theatermusik. "1914" (R: Airan Berg) und "Water Cools Not Love", einer Realisation von Shakespeare Sonetten am Wiener Schauspielhaus. Es folgt 2006 für das Wiener Burgtheater unter der Regie von Robert Lehniger das Stück "Boatpeople - Das Label ist schön" sowie 2008 "Ich habe King Kong zum Weinen gebracht" im Casino am Schwarzenbergplatz. 2007 arbeitete er an Musik zu Christiane Pohles "Zones of Exclusion" am Schauspielhaus Basel und an "Die Apokalypse nach Johannes" (R: Alexander Hauer) in der Sommerarena Melk nach Texten des hl. Johannes. Ab Frühjahr 2010 arbeitete Wolfgang Schlögl für das Wiener Burgtheater an Musik für das Stück "Krieg und Frieden" nach Leo Tolstoi unter der Regie von Matthias Hartmann. Das Stück gewann den Theaterpreis "Nestroy 2010" für die beste Inszenierung.

Für 2012 erarbeitete Schlögl die Musik zur dramatisierten Fassung von Christine Nöstlingers Gedichtband "Iba de gaunz oarmen Leit", das derzeit mit Ursula Strauss, Ingrid Burkhard, Gerald Votava u Christian Dolezal erfolgreich am Wiener Rabenhof Theater läuft.

Mit den Sofa Surfers komponierte er die Musik zu Wolfgang Murnbergers Wolf Haas Verfilmungen "Komm, süßer Tod", "Silentium" und "Der Knochenmann", sowie zu "The Poet" von
Paul Hills und "NOGO" von Susanne Hiebler und Gerhard Ertl. Außerdem komponierte Schlögl die Musik für "Heaven" (R: David Schalko) aus der ORF Filmreihe 8x45, und Musik zu Kunstfilmen (NEON, R: Nik Thoenen, Timo Novotny), sowie Musik für eine Dokumentation über Björn Dunkerbeck (R: Arash Riahi). Weiters wurde Musik lizensiert u. a. für die US-Komödie "Zoolander" (R: Ben Stiller), CSI-NY, CSI-Miami, und zahlreichen dt. Spielfilmen. Ab Feb 2009 spielten die Sofa Surfers ihre Soundtracks live in ausgesuchten Locations, zuletzt 2010 gemeinsam mit Wolf Haas im Burgtheater.

2011 realisierte Schlögl die Musik zum Kurzfilm "Der letzte Gast" von Markus Engel mit Simon Schwarz und Werner Brix in den Hauptrollen. Der Film lief im Bewerb des Max Ophyls Filmfestivals. Weiters komponierte er zusammen mit Milos Todorovski die Filmmusik von "Anfang 80" ein Film von Hiebler/Ertl mit Christine Ostermayer, Erni Mangold und Karl Merkatz.

Die erste Bühnenmusik für das Theater in der Josefstadt erarbeitete Wolfgang Schlögl mit seiner Band Sofa Surfers 2011 für Nestroys "Der böse Geist Lumpazivagabundus" (R: Georg Schmiedleitner), in der die Sofa Surfers auch als Bühnenmusiker mitwirkten. In der Saison 2012/13 war Wolfgang Schlögl verantwortlich für die Musik bei "Speed" und in der Saison 2014/15 für die Musik in "C'est la vie - Eine Revue", in beiden Stücken wirkte er ebenfalls als Bühnenmusiker mit. In der Spielzeit 2016/17 war Wolfgang Schlögl verantwortlich für die Musik bei der Uraufführung von "Sieben Sekunden Ewigkeit".

http://www.i-wolf.org