Die von Werner Sobotka fabelhaft inszenierte Neudichtung nach dem Klassiker von Charles Dickens steckt voll böser Witze und staunenmachender Spezialeffekte - Chapeau an die Bühnentechnik! Als Publikum kann man nur staunen. In den Kammerspielen wird der Stoff mit den vielen bitterbösen Wuchteln aus Köstlingers spitzem Mund dank der stimmungsvollen Ausstattung und des tollen technischen Aufwands zum Triumph. Ein echter Weihnachtsknüller.
(Der Standard)
Regisseur Werner Sobotka und Niklas Doddo haben die Geschichte grundlegend umgeschrieben und ein sehr geschmeidiges Familienstück daraus gemacht. Das ganze Ensemble hat sichtlich einen Riesenspaß am Spielen. Maria Köstlinger gibt Ebenita Scrooge und schafft es, die Figur ebenso komisch wie tiefgründig zu zeichnen. Martina Stilp spielt gekonnt als Scrooges Chefsekretärin und in anderen Rollen. Susanna Wiegand als Mitarbeiterin und ebenfalls in mehreren Rollen räumt Lacher ab. Paula Nocker berührt z.B. als junge Scrooge. Ebenso gut in mehreren Rollen: Jakob Elsenwenger, André Pohl, Markus Kofler, Julian Valerio Rehrl, Markus Lipp und Paul Matić. Die Bühne bietet wunderbare Verwandlungen, das Ganze ist ein großer Spaß mit Tiefgang für die ganze Familie.
(KURIER)
Warum nicht? Warum nicht “Christmas Carol” gekonnt adaptieren wie der Regisseur Werner Sobotka und sein Kompagnon Niklas Doddo? Makellos und liebenswert.
Und vor allem, wenn man eine fabulöse Titeldarstellerin wie Maria Köstlinger zur Verfügung hat. Erst ins Jahr 1965 und dann zurück bis in die Nachkriegszeit versetzt, durchläuft sie sehenswert die geforderten Phasen der Läuterung. Eine attraktive Frau, auf die ein ergiebigeres Leben wartet als auf den geläuterten Knicker des Originals: Das geht sehr gut auf, zumal André Pohl, Paula Nocker, Susanna Wiegand, Paul Matic, Markus Kofler, Martina Stilp und (wirklich) alle anderen ein tadelloses Ensemble formieren.
Auch ist das, was Sobotka und sein Ausstatter-Team (Judith Leikauf/Karl Fehringer) auf die winzige Bühne zaubern, mehr als gelungen: Was den beengten Verhältnissen da an Effekten und minutenschnellen Umbauten abgerungen wird, ist allerhand.
(Kronen Zeitung)
“Miss Scrooge”, eine Neufassung von Charles Dickens‘ “Christmas Carol” rührt und unterhält. Es entstehen ebenso lustige wie herzzerreißende Momente. Erlaubt man sich, die großen Affekte zu genießen, wird man mit kurzweiligen Theater belohnt. Die Inszenierung ist nahtlos, das Tempo wurde gut ausbalanciert, doch die wahre Stärke liegt in der Besetzung. Die Schauspieler verleihen ihren Charakteren mit Empathie und Sinn fürs Detail Lebendigkeit. Köstlinger liefert in der Hauptrolle eine überzeugende Leistung. Martina Stilp spielt eine ungerecht behandelte und dennoch loyale Sekretärin mit wundervollem Feingefühl. Paul Matić beweist auch in kurzen Szenen erstaunliche Wandlungsfähigkeit.
(Die Presse)