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Theater in der Josefstadt

Die Reise der Verlorenen

Uraufführung

von Daniel Kehlmann

ca. 1 Stunde, 50 Minuten, keine Pause

Premiere:
06.09.2018


Besetzung

Otto Schiendick
Raphael von Bargen
Gustav Schröder
Herbert Föttinger
Leo Jockl
Nikolaus Barton
Dr. Fritz Spanier
Ulrich Reinthaller
Babette Spanier
Sandra Cervik
Aaron Pozner
Roman Schmelzer
Max Loewe
Marcus Bluhm
Elise Loewe
Maria Köstlinger
Otto Bergmann
Matthias Franz Stein
Tante Charlotte
Therese Lohner
Max Aber
Peter Scholz
Renata
Livia Ernst / Leonie Qualtinger
Evelyne
Ilja Hollweg / Lilly Krainz
Marianne
Katharina Hope Kemp / Lara Nguyen
Eine jüdische Sängerin
Marika Lichter
Konsul Holthusen
Joseph Lorenz
Morris Troper
Gerhard Kasal
Emerson
Igor Karbus
Luis Clasing
Paul Matić
Robert Hoffmann
Oliver Rosskopf
Laredo Brú
Michael Dangl
Manuel Benitez Gonzales
Wojo van Brouwer
Remos
Martin Zauner
Hauptmann Gomez
Ljubiša Lupo Grujčić
Major Garcia
Alexander Absenger
Wright
Martin Niedermair
Berenson
Claudius von Stolzmann
Morgenthau
Patrick Seletzky
Hull
Alexander Strömer
Britischer Staatssekretär
Michael Schönborn
Kennedy
Lukas Spisser
Ein Polizist in Havanna
Tamim Fattal
Statisterie
Victoria Beck
Marlies Denk
Erich Fürst
Dagmar Goller
Javier Griesser
Heidegard Heide
Benjamin Kopp
Christoph Kostomiris
Markus Lipp
Ursula Machold
Roozbeh Nafisi
Denise Neckam
Christian Paul
Nina Pjanic
Brigitte Sagmeister
Sophie Schmiedbauer
Heidelinde Sedlecky
Claudio Trimmel
Manuel Waitz
Paul Weninger
Arnold Wilfing

Stab

Regie
Janusz Kica
Bühnenbild
Walter Vogelweider
Kostüme
Alfred Mayerhofer
Musik
Matthias Jakisic
Dramaturgie
Matthias Asboth
Licht
Manfred Grohs
Regieassistenz
Valeska Ringhof
Video
DIE REISE DER VERLORENEN
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Basierend auf dem Buch "Voyage of the Damned" von Gordon Thomas und Max Morgan-Witts

Und Sie, begnadet mit später
Geburt, denken vielleicht gerade:
"Wer weiß, wie ich gehandelt
hätte?" Aber ich verrate Ihnen
was: Falls Sie wirklich nicht wissen,
wie Sie gehandelt hätten,
dann wissen Sie es schon. Dann
hätten Sie gehandelt wie ich.
Otto Schiendick

Eine Fahrt in die Freiheit scheint es zu sein, die 937 Juden im Mai 1939 antreten. Man hatte ihnen "erlaubt", Deutschland zu verlassen, in Kuba sollten sie zumindest vorübergehend Aufnahme finden, das hatte zuvor schon bei anderen Flüchtlingen funktioniert. Die Hoffnung ist groß – obwohl die Schifffahrtsgesellschaft ihnen auch noch den letzten Pfennig abverlangt hatte, obwohl die Besatzung bereits von zahlreichen Nazis unterwandert ist. Doch der frohe Mut weicht einer erschreckenden Erkenntnis: Kuba lässt niemanden mehr ins Land.

Daniel Kehlmann erzählt in seinem neuesten Stück eine Geschichte über Menschen auf der Flucht. Doch nicht die Flucht an sich rückt in den Fokus, vielmehr die Tatsache, dass Menschen sich in einer Situation wiederfinden, in der sie ohnmächtig zum Spielball politischer und wirtschaftlicher Einflüsse werden. Von der Schifffahrtsgesellschaft als bloßes Kapital gesehen, von Goebbels als Propagandamittel missbraucht, von der kubanischen Politik als Wahlkampfthema betrachtet und von der internationalen Gemeinschaft als tragisches, aber leider unabänderbares Schicksal wahrgenommen, werden diese Menschen zu verlorenen Seelen auf offener See.
Nach der Veröffentlichung seines Bestsellers Tyll kehrt Daniel Kehlmann mit der Dramatisierung dieser wahren Geschichte an die Josefstadt zurück. Mit einer Besetzung von gut 30 Figuren versteht er es, uns eine Ahnung davon zu geben, wie schnell aus Individuen eine bloße Masse wird.

Die Reise der Verlorenen bildet nach Peter Turrinis Fremdenzimmer aus der Spielzeit 2017/18 den zweiten Teil der Josefstädter-Dilogie <link www.josefstadt.org/programm/stuecke/special-events/action/show/stueck/dilogie-auf-der-flucht.html _blank>Auf der Flucht</link>.

Auszeichnungen im Rahmen des 26. Internationalen Small Scenes Theatre Festival in Rijeka (Kroatien):
- besten Produktion
- bester Regisseur
- bestse Bühnenbild
- bestes Kostüm
- beste Musik
- Publikumspreis