Theater in der Josefstadt

Leben und Sterben in Wien

Uraufführung

von Thomas Arzt

ca. 2 Stunden, 35 Minuten (Pause nach ca. 60 Minuten)

Premiere:
07.03.2024


Besetzung

Fanni
Katharina Klar
Sara, Schutzbündlerin
Johanna Mahaffy
Hans, Heimwehrler
Jakob Elsenwenger
Sepp, Großbauer / Der Priester
Robert Joseph Bartl
Die Alte, dessen Mutter
Lore Stefanek / Johanna Mertinz
Otto, Sozialist
Alexander Absenger
Fritz, Student
Nils Arztmann
Rosl, Arbeiterin
Alma Hasun / Kimberly Rydell
Petrow, Kleinkrimineller
Thomas Frank
Direktor, Theaterunternehmer
Günter Franzmeier
Gräfin, Altmonarchistin
Ulli Maier
Inninger, Inspektor
Joseph Lorenz
Das Kind
Clara Bruckmann / Dora Staudinger
und
Katharina Maria Alram / Jan David Bower / Nicolaas Buitenhuis / Dagmar Goller / Jakob Haselhofer / Tamara Hollosy / Noemi Sophia James-Buttinger / Benjamin Kopp / Christoph Kostomiris / Katharina Smutny / Ortrun Obermann-Slupetzky / Filipp Peraus / Sophie Rabmer / Elisabeth Schmidt-Schmid / Matti Schuldt / Florian Bernhard Sendlhofer / Manuel Sonnleitner / Wolfgang Steiner / Selina Strommer / Saskia Wieser

Stab

Regie
Herbert Föttinger
Bühnenbild
Die Schichtarbeiter
Kostüme
Birgit Hutter
Komposition und Live-Musik
Matthias Jakisic
Choreographie
Daniela Mühlbauer
Dramaturgie
Matthias Asboth
Licht
Manfred Grohs
Trailer
Leben und Sterben in Wien
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Um’s Eck hinterm Rathaus
Das Pflaster voll Blut.
Und drin in dem Blut
Die Arbeiterwut.
Es ritt dort hinterm Rathaus
Die Staatspolizei.
Sie ritten mit Waffen
Und mit Kugeln aus Blei.
Und es schoss hinterm Rathaus
Die Staatspolizei
Auf die flüchtende Horde.
Wir zählen eure Morde.

In seinem Auftragswerk für das Theater in der Josefstadt entwirft der Dramatiker Thomas Arzt ein gleichermaßen blutiges wie poetisches Bild der österreichischen Zwischenkriegszeit.

Im Zentrum des Stückes steht Fanni: eine junge Magd, deren katholisch-ländlich geprägtes Leben durch die Begegnung mit der rätselhaften Sara eine Wende nimmt. Begeistert von deren sozialistischen Ideen begibt sich Fanni in die Hauptstadt, das Rote Wien, erlebt die Errungenschaften der Arbeiterbewegung und wird zugleich Zeugin, wie die Schattendorfer Urteile das Ende der Ersten Republik einläuten.

Eindringlich erzählt Thomas Arzt in "Leben und Sterben in Wien" von der Radikalisierung einer Gesellschaft, dem Zerbrechen jeglicher Solidarität und vom sprachlichen Nährboden des Totalitären. Über ein Dutzend Figuren ruft er dafür auf den Plan, lässt sie in Liedern aus der Handlung heraustreten und spinnt dennoch ein feinteiliges Netz rund um die "völlig frei erfundene" Geschichte einer Frau, die sich von ihren Wurzeln emanzipiert.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es in der Vorstellung mehrfach zu akustischen Knalleffekten* kommt.
(* Unser Tipp: Wenn Sie eine Pistole sehen, halten Sie sich die Ohren zu!)


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