Theater in der Josefstadt

Jeder stirbt für sich allein

Ein musikalisches Schauspiel nach dem Roman von Hans Fallada
Uraufführung

von Franz Wittenbrink / Susanne Lütje / Anne X. Weber

ca. 2 Stunden, 55 Minuten (Pause nach ca. 85 Minuten)

Premiere:
10.12.2022


Besetzung

Otto Quangel
Michael Dangl
Anna Quangel
Susa Meyer
Franz Quangel, ihr Sohn/Karl Hergesell
Tobias Reinthaller
Trudel Baumann, Franz' Freundin
Paula Nocker
Persicke
Oliver Huether
Baldur, Persickes Sohn/Grigoleit
Julian Valerio Rehrl
Emil borkhausen
Johannes Seilern
Paul Matić
Enno Kluge
Claudius von Stolzmann
Herr Rosenthal
Siegfried Walther
Frau Rosenthal
Elfriede Schüsseleder
Eva Andrássy/Gefängniswärterin
Nadine Zeintl
Max Harteisen
Martin Niedermair / Herbert Föttinger
Erwin Toll
Oliver Rosskopf
Obergruppenführer Prall
Robert Joseph Bartl
Klenze
Marcello de Nardo
Kommissar Escherich
Raphael von Bargen
Schröder, Escherichs Assistent/Gast im Paprika
Paul Matić
Gestapo 1/Schupo/Wachmann 1/Gefängniswärter/Gast im Paprika
Ljubiša Lupo Grujčić
Gestapo 2/Wachmann 2/Gast im Paprika
Tamim Fattal
Nachbar:innen der Quangels/Briefträgerin/Gäste im Paprika/Passant:innen
Alexandra Kernmayer
Bernadette Kizik
Christoph Kostomiris
Florian Bernhard Sendlhofer

Stab

Regie
Josef E. Köpplinger
Bühnenbild
Walter Vogelweider
Kostüme
Dagmar Morell
Regiemitarbeit und Choreographie
Ricarda R. Ludigkeit
Musikalische Leitung
Christian Frank
Dramaturgie
Matthias Asboth
Licht
Pepe Starman
Licht
Josef E. Köpplinger
Regieassistenz
Teresa Hofer
Orchesterwart
Emanuel Preuschl
Klavier
Christian Frank
Klarinette, Altsaxophon, Tenorsaxophon, Flöte
Herbert Berger
altern. Klarinette, Altsaxophon, Tenorsaxophon, Flöte
Gerald Selig
Gitarre, E-Gitarre
Rens Newland
altern. Gitarre, E-Gitarre
Hans Zinkl
Schlagzeug, Percussion
Klaus Pérez-Salado
altern. Schlagzeug, Percussion
Simon Springer
Kontrabaß
Andy Mayerl
altern. Kontrabaß
Clemens Rofner
Video
JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN
Play Video

Ein musikalisches Schauspiel von Franz Wittenbrink nach dem Roman von Hans Fallada
Libretto von Susanne Lütje und Anne X. Weber

Soll man die Wahrheit suchen,
wenn keiner sie finden will?

Soll man dem Henker trotzen
oder hält man lieber still?

Soll man sein bisschen Leben
retten, um jeden Preis?

Ist irgendjemand frei von Schuld?
Wer weiß.
Lied des Kommissars Escherich

Fallada zeichnet ein vielschichtiges Bild des Alltags im Dritten Reich zwischen Bedrohung, Verführung und Mitläufertum — vom Gelegenheitsgauner bis zum gefeierten Filmschauspieler, vom Widerstandskämpfer bis zum überzeugten Nazi. Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Quangel, das auf ganz persönliche Art Widerstand leistet und dabei sein Leben aufs Spiel setzt.

Franz Wittenbrink vermischt in seiner Musik Elemente aus Jazz, Tango, Blues und Gassenhauern mit klassisch dramatischen Klängen. Von überbordender Stimmung im Nachtlokal "Paprika" bis zum tragischen Ende der Quangels. Anklänge an Kurt Weill oder John Kander (Cabaret), in deren Tradition sich Wittenbrink sieht, sind unüberhörbar.