Johannes Silberschneider

Schauspieler

© Stefan Robitsch

Biografie

Johannes Silberschneider studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst am Max-Reinhardt-Seminar in Wien.

Sein erstes Theaterengagement führte Johannes Silberschneider von 1983 bis 1985 an das Schauspielhaus Zürich. Es folgten Engagements an zahlreichen Bühnen im deutschsprachigen Raum.
Er arbeitete mit Regisseuren wie Hans Hollmann, Peter Palitzsch, Dieter Giesing, August Everding, Peter Zadek und Ruth Drexel.

Am Münchner Volkstheater stand er seit 2007 als Kommissar Schilf (Regie: Bettina Bruinier) auf der Bühne. 2011 verkörperte er am Schauspielhaus Graz in der Uraufführung von "Geister in Princeton", dem ersten Theaterstück aus der Feder von Daniel Kehlmanns, den österreichischen Mathematiker Kurt Gödel und wurde damit in der Kategorie bester Schauspieler für den Nestroy nominiert.
2014 wurde er für seine Rolle des Erzählers in Thomas Bernhards "Holzfällen" am Grazer Schauspielhaus erneut für den Nestroy nominiert. 2017 übernahm er dort die Rolle des Paartherapeuten in "Die Wunderübung".
Seit  Sommer 2013 steht er als Armer Nachbar in der Jedermann-Inszenierung von Julian Crouche und Brian Merten, ab 2017 als Glaube in der Regie von Michael Sturminger bei den Salzburger Festspielen am Domplatz auf der Bühne.

Seine abwechslungsreiche und internationale Film- und Fernsehkarriere begann Johannes Silberschneider 1981 mit Axel Cortis Fernsehfilm "An uns glaubt Gott nicht mehr", dem ersten Teil der TV-Trilogie "Wohin und zurück", in dem er an der Seite von Armin Mueller-Stahl und Fritz Muliar spielte. Es folgten über 60 weitere Fernsehrollen. An der Seite von Ben Kingsley drehte Johannes Silberschneider den Fernsehzweiteiler "Anne Frank – The Whole Story" (2001), der mit einem Emmy-Award ausgezeichnet wurde. Mit Laetitia Casta stand er in der Romanverfilmung "Luisa Sanfelice" der Gebrüder Taviani (2004) vor der Kamera.
In der Regie von Harald Sicheritz spielte er in "Zwölfeläuten" (2000) und in "11er Haus" (2004). 2011 war er Hitler in "Rommel" (Niki Stein), "Der Mediator – Die Hölle sind wir" (Harald Sicheritz), "Oben ohne" (Reinhard Schwabenitzky) sowie "Soko Donau" und Tatort zu sehen. In bester Erinnerung ist auch sein Sandler Rudi in der österreichischen Krimi-Kult-Reihe "Trautmann". 2017 folgte "Küss die Hand, Krüger" und 2018 ist er zu sehen in "Blind ermittelt", Regie Jano Ben Chaabane und "Ein Dorf wehrt sich", Regie Gabriela Zerhau.

Seit den 1990er-Jahren ist Johannes Silberschneider in zahlreichen internationalen Kinofilmen präsent. Unter der Regie von Herbert Achternbusch drehte er etwa "Niemandsland" (1991), im preisgekrönten Film "Charms Zwischenfälle" (1996) von Michael Kreihsl übernahm er die Hauptrolle. Es folgten u. a. "Männerpension" (Detlev Buck), "Das Schloss" (Michael Haneke) und "Silentium" (Wolfgang Murnberger). In "Das Mädchen deiner Träume (La niña de tus ojos)" (Fernando Trueba) war er 1998 als Joseph Goebbels an der Seite von Penelope Cruz zu sehen.
Zudem wirkte Johannes Silberschneider in Virgil Widrichs Kurzfilm "Copy Shop" mit, der 2002 für den Oscar nominiert wurde. Er spielte Gustav Mahler im Kinofilm "Mahler auf der Couch" von Percy und Felix Adlon (2009) und Hans Moser in "Jud Süß" von Oskar Roehler (2009), unter der Regie von Francois Ozon war er 2015 in "Frantz" zu sehen sowie in "Hirngespinster" von Christian Bach und "Bad Fucking" von Harald Sicheritz (beide 2013). In den Filmen nach der Roman-Trilogie „Rubinrot“ (2012), "Saphirblau" (2013) und "Smaragdgrün" (2015), Regie Felix Fuchssteiner, wie auch in "Das ewige Leben" von Wolfgang Murnberger (2014) nach den Brenner-Büchern von Wolf Haas gibt Johannes Silberschneider den unterschiedlichsten Charakteren eine unverwechselbare Gestalt.

Er ist ebenso gefragt in den populären Serien "Vier Frauen und ein Todesfall" (2016) "Großstadtrevier" und im Special 2Soko München" wie auch in historischen Produktionen, z.B. "Maximilian I – Der Brautzug der Macht" (2017), Regie Manfred Corrine sowie in den Kinofilmen "Sommerhäuser", Regie Sony Kröner und "Maria Mafiosi", Regie Jule Ronstedt (beide 2016).

2012 ehrte ihn die Diagonale mit dem Großen Diagonale-Schauspielpreis für Verdienste um die österreichische Filmkultur. 2014 wird ihm der "Großen Josef-Krainer-Preis" in Würdigung seiner Verdienste im Bereich Schauspiel zuerkannt.

Kontakt: Agentur Jovanovic

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