Lotte Ledl

Lotte Ledl

Biografie

Lotte Ledl wurde in Wien geboren und erhielt nach der Matura ihre Ausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar. Ihr Debüt gab sie am Theater am Parkring, von wo sie Direktor Leon Epp ans Volkstheater holte. Ein erstes Angebot des Burgtheaters lehnte Lotte Ledl ab und sammelte stattdessen Auslandserfahrung am Residenztheater in München, beim Fernsehen in verschiedenen Städten Deutschlands und machte während dieser Zeit ihre ersten Filme, darunter "Der Förster vom Silberwald", "Die Kaiserjäger", "Die Försterchristl" u. v. a.
Anschließend folgten die ersten großen Fernsehrollen, vor allem in München, Köln, Wien und Hamburg, in Filmen wie: "Peripherie", "Zeit des Glücks", "Der Bettelstudent". 

Sie wirkte weiters bei Festspielen in Recklinghausen, Bregenz und Salzburg mit und ist seit 1963 Mitglied des Wiener Burgtheaters. Neben Stücken österreichischer Autoren wie Nestroy, Raimund, Schnitzler, Hofmannsthal, Horváth, Canetti, Handke etc. weist ihre Rollenliste auch Rollen aus Werken von Shakespeare, Goldoni, Lessing, Osborne, Albee, O'Casey, Brecht etc. auf.

Lotte Ledl arbeitete mit Regisseuren wie Willi Forst, André Cayatte, Leopold Lindtberg, Wolfgang Staudte und vielen anderen.

Auslandsgastspiele führten sie unter anderem nach Paris, Zürich, Helsinki, Stockholm, Belgrad und mit der großen Welttournee des Burgtheaters auch in die USA, nach Japan, Hongkong, Bangkok, Luxemburg, Belgien und Israel. Sie hielt weiters Lesungen in London, Ägypten, Moskau, St. Petersburg, Paris und in ihrer Heimat.

2003 wurde Lotte Ledl die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich verliehen. 

In den Kammerspielen war sie zuletzt zu sehen in "Cabaret" und in der Josefstadt in "Heldenplatz" und "Der böse Geist Lumpazivagabundus".