Udo Samel

Schauspieler

© Jim Rakete/Burgtheater

Biografie

Der 1953 geborene Udo Samel wuchs an der Mosel in Trier, später in Darmstadt und an der Donau in Krems und im österreichischen Waldviertel auf.

Er war Sängerknabe der Laubacher Kantorei, wurde nach einem abgebrochenen Slawistik- und Philosophiestudium in Frankfurt am Main und der dortigen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zum Schauspieler ausgebildet.

Sein Debüt gab er am Staatstheater Darmstadt, 1976 wurde er Ensemblemitglied des Düsseldorfer Schauspielhauses, 1978 wechselte er an die Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer (später am Lehniner Platz), wo er fünfzehn Jahre fest zum Ensemble gehörte und u. a. in Inszenierungen von Peter Stein, Luc Bondy und Klaus-Michael Grüber, Andrej Wajda, Robert Wilson, sowie in der ersten Regiearbeit von Andrea Breth an dieser Bühne mitwirkte.

Als Gast spielte er am Münchner Residenztheater, am Schauspiel Frankfurt, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am TNS (Straßburg), am Theatre La Collin in Paris, und oft bei den Salzburger Festspielen; dort zwei Jahre lang den Teufel im "Jedermann".

Von 2004/2005 bis zur Spielzeit 2013/2014 war Udo Samel Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und in der Spielzeit 14/15 u. a. in "Professor Bernhardi" von Arthur Schnitzler (Regie: Dieter Giesing), "Prinz Friedrich von Homburg" von Heinrich von Kleist, "Zwischenfälle, Szenen nach Courteline, Cami und Charms", sowie "Hamlet" von William Shakespeare (alle inszeniert von Andrea Breth) zu sehen.

Als Opernregisseur debütierte Udo Samel mit Alban Bergs "Wozzeck" am Deutschen Nationaltheater Weimar 1996. Weitere Inszenierungen folgten am Bremer Theater am Goetheplatz ("Don Pasquale"), an der Dresdner Semperoper ("Aida" und "Il Trittico") sowie an der Oper Frankfurt die szenischen Versionen von Schuberts "Die schöne Müllerin" (2003), "Winterreise" (Februar 2004) und "Schwanengesang" (November 2004). Alexander Zemlinskys Operneinakter "Die Florentinische Tragödie" und "Der Zwerg" folgten eben dort, und in Sevilla.

Neben seinen Theaterrollen ist Udo Samel auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen gewesen. Für die Rolle des Franz Schubert in Fritz Lehners Fernsehdreiteiler "Notturno / Mit meinen heißen Tränen" (1986) erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. In Wolfgang Murnbergers Film "Mein bester Feind" (2011) war er zu sehen. Seine letzte Arbeit für das Fernsehen war der Film von Matti Geschoneck "Das Zeugenhaus".

2009 Berufung zum Professor HC an seine ehemalige Ausbildungstätte, HfMdK Ffm
2010 Verleihung des Deutschen Bundesverdienstkreuzes am Bande

Zuletzt war Udo Samel im Theater in der Josefstadt zu sehen in "Die Kameliendame" und in "Auslöschung".