Heribert Sasse

Kammerschauspieler, Regisseur, Professor

Heribert Sasse

© Jan Frankl

Biografie

Heribert Sasse wurde 1945 in Linz geboren und wuchs in Wien auf, absolvierte zunächst ein Musikstudium, widmete sich aber bald dem Theater.
1968 spielte er erste Rollen am Wiener Volkstheater, 1969 führte er seine erste Regie in München und ging bald darauf als Schauspieler an die Berliner Volksbühne und an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin.

Zwischen 1972 und 1975 waren Graz, Düsseldorf und die Salzburger Festspiele weitere Stationen seiner Schauspielerlaufbahn. Ab 1976 trat Sasse zunehmend mit eigenen Inszenierungen hervor: Er inszenierte am Theater in der Josefstadt, am Wiener Volkstheater und an der Volksbühne Berlin.

1980 wurde er Intendant des Renaissance-Theaters in Berlin und machte die Bühne mit aufsehenerregenden Inszenierungen zu einem der wichtigsten Theater der Stadt. Aufgrund dieser Erfolge wurde er 1985 zum Generalintendanten der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin berufen, die er bis 1990 leitete.
Nach weiteren Engagements, u.a. in München, Düsseldorf, Hamburg und Essen, übernahm er 1995 die Intendanz des Berliner Schlosspark-Theaters als Privattheater und leitete es mit großem künstlerischen Erfolg bis 2002.

Ab der Spielzeit 2005/06 wurde er zur zentralen Schauspielerpersönlichkeit der Direktion Michael Schottenberg am Volkstheater und ließ sich wieder in Wien nieder. 2006/07 wechselte er ans Theater in der Josefstadt, dessen Direktor Herbert Föttinger ihn mit großen Schauspiel- und Regieaufgaben betraut.

Für seine vielfältigen künstlerischen Tätigkeiten als Schauspieler, Regisseur und Intendant erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst sowie etliche Kritik- und Kunstpreise. Zudem unterrichtete er als Professor Schauspiel und Regie am Mozarteum in Salzburg und Kulturelles Management an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

Immer wieder tritt Heribert Sasse in bravourösen, schauspielerisch artistischen Monologen auf, u.a. in "Die Leiden das jungen Werther" von Johann Wolfgang von Goethe, "Ich, Feuerbach" von Tankred Dorst, "Der Herr Karl" von Helmut Qualtinger oder "Der Kontrabass" von Patrick Süßkind.

Am Theater in der Josefstadt war er zuletzt zu sehen als Stadthauptmann in "Der Revisor", als Pantalone in "Der Diener zweier Herren", als Vilhelm Foldal in "John Gabriel Borkman", als Rauch in "Kasimir und Karoline", als Herbert Stauber in "Aus Liebe" und als Chmielewski/Gerichtspräsident in "Die Schüsse von Sarajevo", an den Kammerspielen der Josefstadt in "Ladies Night", "Blütenträume", "Die Mausefalle", "Aufstieg und Fall von Little Voice", "Der nackte Wahnsinn" und "Menschen im Hotel".

Regiearbeiten:
"Mich hätten Sie sehen sollen" Kammerspiele der Josefstadt
"Die Judith von Shimoda" (2008/09) Uraufführung von Bertolt Brecht Theater in der Josefstadt

Kontakt: Agentur Nielsen

http://www.heribertsasse.com